Roadbook Gardasee 2005

 

05.09. &  06.09.

 

Die Fahrt zum Gardasee haben Klaus (gr.), Erwin und Klaus (kl.) am 4.September 05 bei strahlenen Sonnenschein angetreten.

Die Strecke zum Ausgangspunkt nach Wallgau wurde über Bundesstraßen mit Zwischenübernachtung außerhalb von Würzburg  

bewältigt.

Tagesstrecke:  787,0 Km

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                                                                                      07.09.

 

Vom Hotel in Wallgau ging es mit flotter Fahrt die (B11 / B2) über Mittenwald zur Grenze. Weiter über  "Zirler Berg" durch Insbruck,

die  "Alte Brennerstraße"  zum "Brenner-Pass" . Diese Strecke hat ihren Reiz nicht verloren, entlang der viel zu teuren Autobahn gibt es viel Fahrspaß und Fotomotive.

 

Tankstopp vor der italienischen Grenze und weiter zum Highlight  "Jaufenpass" . Wer jetzt nicht genug Nerven und Kraft besitzt, hat

schlechte Karten, denn die Straße hat es in sich.

Starkes Gefälle, Kurven, Spitzkehren und schlechter Straßenbelag (Schlaglöcher, loser Schotter), fordern ihren Tribut. Von St. Leonhardt geht´s durch´s  "Passeiertal"  wieder zügig weiter, nach Meran. Die Fahrt durch Meran gestaltete sich als Abenteuer. Starker Verkehr, magere Beschilderung und Mittagshitze machten die Passage nicht zum Vergnügen.

 

Außerhalb von Meran, weiter über eine kurvenreiche Nebenstrecken (ss238), zum "Gampenjoch"  (1.580 m) , eine Strecke durch Wiesen und Wälder. Über Fondo (SS42), nach ca. 10 Km bei Cles rechts ab durch ausgedehnte Apfelplantagen so weit das Auge

reicht, nichts als Äpfel aller Sorten. An  Metzo - Lambardo vorbei, durch´s "Tosatal",  Ponte Arche, Arconach Riva.

 

Der chaotische Vehrkehr am späten Nachmittag in Riva ist unglaublich. Jeder fährt wie er lustig ist, normale Verkehrsregeln werden außer Kraft gesetzt. Hinzu kam die schon erwähnte magere Ausschilderung, nur Durchfragen mit Händen und Füßen half weiter.

Wir hatten uns trotzdem mächtig verfranst, aber ein deutschsprechender Hotelangestellter in einem Nobelhotel hat uns auf den Rechten Weg gebacht.

Der führte uns durch einen ca. 10 Km langen Tunnel, stickig und dürftig beleuchtet. In dieser engen Röhre lieferten sich zwei Brummi´s ein

Elefantenrennen, ohne Rücksicht auf Gegenverkehr, uns standen die Haare zubergen. Am frühen Abend sind wir dann doch noch auf Umwegen nach  "Molina di Ledro"  im Hotel erschöpft aber gesund und glücklich gelandet. Nach dem Duschen, Abendessen, Weintrinken und Klönen, dann ab in die Falle.

 

                                                                                                Tagesstrecke:  318,0 Km   

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                                                                                                               08.09.

 

Ab Hotel in Molina sind wir dann bei strahlendem Himmel auf der (ss240) am  "Lago di Ledro"  entlang, durchs  "Ledrotal"  nach 

Storo gefahren. Dort wurde getankt, damit die Strecke durch´s Gebirge nicht zum Fiasko durch Trockenfallen wird. Das Ledrotal entpuppte sich als Weg, mit einer Fahrbahnbreite von ca. 6.50 m, gutem Belag, starkem Gefälle, scharfen Kurven mit ständigem

Wechsel in Rechts-, Linkskombinationen, steile Felswände rechts und links rahmten die ganze Strecke (ca. 20 Km) ein.

Von Storno weiter auf der (ss237) am  "Lago di Idro",entang, er ist größer als der Lago di Ledro, liegt tief im Tal mit Staumauer,dient als Wasserreservoir und Stromerzeugung. Am Ende eines Tunnels den wir durchfahren, liegt der Ort Idro. Von dort aus geht´s links ab

in die Berge.

 

Was uns erwartete war eine halsbrecherische Strecke, rauf und runter, mit scharfen Kurven und Kehren dicht hintereinander liegend,

das einem schwindelig wurde. Sie führte über Pässe zwischen 1.350 m bis 1.950 m Höhe. Wiesen , Wälder und steile Felsdurchbrüche

wechselten sich ab.

 

Überholen war kaum möglich und dennoch haben uns andere Mot - Gruppen waghalsig überholt. Sie haben dabei Kopf und Kragen

riskiert, weil keine Einsicht in die nächste Kurve möglich war. Am Ende der Fahrt, nach ca. 85 Km durch die Berge gelangten wir auf

die Küstenstraße nach Salo.

In Salo, einer reizvollen Stadt, direkt am Gardersee haben wir uns dann von der Tour mit Eisessen, Kartenschreiben, Beinevertreten und Müßiggang erholt.

 

Die Rückfahrt zum Hotel am späten Nachmittag, haben wir dann über die Küstenstraße abgeritten. Sie ist eine gut ausgebaute Piste,

mit viel Verkehr und Gestank, aber kürzer und schneller als nochmals durch die Berge. Etwa 15 Km vor Riva beginnen die Straßentunnel, die man ins Bergmaßiv getrieben hat, mitten im Tunnel vor Limone, plötztlich ein Abzweig nach links, Richtung  "Ledrotal". Weiter über eine bergige und kurvenreiche Straße, zum Hotel in Molina.

       

                                                                               Tagesstrecke:  185,5 Km         

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     09.09.

 

Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg in Richtung Arco, dort begann die Tour über den "Passo St. Barbara", "Passo Bordalo". Beide um die 1.330 / 1.550 m üNN mit toller Streckenführung und Aussicht. Die Paßstrasse ging an Mori vorbei über Bentonico, San Valentino, Bocca di Navene, ins Brenta Gebirge hart an der Schneegrenze entlang mit "Ferrara di Mt. Baldo" 2215 m üNN. Der Begriff "Grandiose Strecke" war unterprahlt. Ab Spiazzi, Caprino Veronese, Prada ging´s langsam Bergab, bis zur Küstenstadt Biazza, wo wir uns auf der Küstenstrasse wiederfanden. In Malcesine erholten wir uns bei einer ausgezeichneten Malzeit. Mit der Autofähre setzten wir über nach Limone sul Garda, die Überfahrt dauerte ca. 100 min. Auf der andern Seite vom See angekommen fuhren wir auf der Küstenstrasse zum Hotel. Die einhellige Meinung war, diese Tour ist nicht mehr zu toppen, 150 Km voller Höhepunkte.

 

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10.09.

 

Heute wollten wir die andere Seite vom Gardasee erkunden, also ging die Fahrt bei sonnig, warmen Wetter wieder durch den Tunnel, außen um Riva herum in Richtung Torbole. Wenn wir geglaubt hatten Riva ist die Hölle, dan war der Irtum vorprogramiert.

Alles was in Richtung Garda will, muß durch dieses Nadelöhre  "Torbole". Es reihten sich unzählige vorrangberichtigter Fußgänger-überwege hintereinander, über denen sich Scharen von  Fußgängern wälzten. Hinzu kamen die ständigen Stop´s, die Hitze, der Lärm,

der Gestank vom übrigen Verkehr und das am Vormittag.

Als wir da durch waren, nahmen wir den Abzweig nach  "Segnana" , die Strecke führte oberhalb der Küstenstraße in Richtung Garda,

an Malcesine, Brenzone vorbei, nach "Torri del Benaco".

Im Hotel hat man uns über die Schönheiten dieser Strecke berichtet, aber was uns dann erwartete war mehr als grandios.

Nur soviel, kleine aber feine Straßen, kurvig, mit Höhen von 1.200 m bis 1.700 m, Aussichtsplattformen zum Foto´s machen, Olivenhaine soweit das Auge reicht und bis dahin, Wetter vom feinsten.

Bei der Rückfahrt auf der Küstenstraße trübte sich der Himmel ein und beim Stop in  "Malcesine"  hat es fein geregnet, auf dem Rest

des Weges zum Hotel sind wir tüchtig gewaschen worden. Es hat wie aus Eimern geschüttet, das bergan die Fahrbahnmarkierungen verschwanden, soviel Wasser kam den Berg herunter. Durch Torbele ging´s zügig, es waren bei dem Starkregen kaum Fußgänger unterwegs.

Im Hotel sagte man uns, "typisches Nachmittagsgewitter" am Gardesee. Den Rest des Tages haben wir am  "See"  verbracht,

den konnten wir mit den eignen Beinen erreichen.

     Tagesstrecke:  160,5 Km   

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11.09.

Um ins "Brenta Massiv", nörtlich von Riva zu gelangen, mussten wir wieder durch den berüchtigten Tunnel. Hinter dem Tunnel, weiter auf eine kurvige, steile Nebenstrecke, von wo man aus die gesamte Umgebung im Blick hatte.Tenno, Ballino,Fiave lagen auf der Strecke. Über den "Passo Duran" 850 m üNN, Bleggio, in Tione verliessen wir die Hauptsrasse. Montagne, "Passo Durano" 1.295 n üNN nach Ches, Pinzolo von hieraus folgten wir der Höhenstrasse, die alles zu bieten hatte was das Moppolfahrer Herz erfreut. Diese Gegend ist ausgesprochenes Wintersportgebiet, im Sommer einsam kaum Verkehr, manchmal einzelne Motorrad-,Radfahrer. Weiter über Madonna di Campiglio, Folgarida, Dimaro, Male, Cles. Die Hälfte der Strecke lag hinter uns, große Pause war angesagt, die wir in einer typischen italienischen Berghütte abhielten. Die Weiterfahrt über Tuenno, Cuveno, Lover, Spormaggiore, Molveno, am Molvenosee entlang, war bei weitem nicht so ansruchsvoll wie der erste Abschnitt. Hinter San Lorenzo Dorsino, Ponte Arche bis Fiave war wieder erhöhte Aufmerksamkeit angesagt. Es war schon später Nachmittag, der Verkehr nahm zu, wir entschlossen uns den Rest der Strecke auf direktem Weg zum Hotel runter zu spulen.

              

 

Tagesstrecke:  220 Km     

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12.09.

Nach dem Frühstück wurden die Klotten verstaut, Rechnung bezahlt, getankt und ab ging´s Richtung Norden, zurück über Cles (ss43),

nach Meran, zur (ss38). Weiter über Schluderns, Graun,  "Reschenpass" (1.504 m), Nauders (ss180), nach Landeck.

Hinter Landeck, bei Grins, haben wir querab vom Weg, auf einen Bauernhof Quartier bezogen. das Wetter hat sich bis hierhin gehalten,

obwohl ab Meran der Himmel immer trüber wurde. Später fing der Regen an. Die Passage über den Reschenpass war harmlos, ich

hatte ihn aus früherer Zeit in schlechter Erinnerung .

     

  Tagesstrecke:  260,5 Km

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13.09.

Der nächste Morgen zeigte sich leicht bewölkt, mit mäßigen Temperaturen, die Höhe machte sich bemerkbar.

Ab ging die Fahrt auf Nebenstrecken über den  "Arlbergpass" (1.793 m), vorbei an der sündhaft teuren  "Arlbergtunnel", Richtung

Bludenz. Die Strecke neben der Arlberg-Autobahn ist gut ausgebaut und man kommt zügig voran.

 

Erwin hat die Spitze übernommen, ist dann irgendwo rechts abgebogen und hat uns gezeigt wo der Hans´l seinen Most holt.

Er muß die Strecke schon einmal gefahren sein, denn mit einer traumwandlerischen Sicherheit spulte er die Strecke ab. Irgendwo

habe ich aufgehört mich zu orientieren, das Hinterrad von Klaus der vor mir fuhr im Blick, denn die Strecke war so teuflich, am Ende waren wir auf der (200) und schwindelig. Entlang der  "Bregenzer Ache", über Au, Egg, nach Bregenz.

 

Eigentlich wollten wir durch´s  "Montafon" aber die schweren Überschwemmungsschäden aus dem Frühjahr waren noch nicht beseitigt,viele Srecken unpassierbar oder gesperrt für den Durchgangsverkehr. Selbst am Arlbergtunnel waren die Zufahrten nur notdürftig Instandgesetzt.

 

Vor der Deutschen Grenze wurde nochmal getankt, er ist in Österreich billiger, weiter nach Lindau im Bodensee. Über den Bodensee

strahlte der Lorenz vom Himmel, es war angenehm warm.  

Am Bodensee entlang über Friedrichshafen nach Meersburg zur  "Bodensee-Fähre" . Ohne lange Wartezeit sind wir nach Konstanz

übergesetzt und weiter Richtung Singen. In der Nähe von Engen haben wir dann Schluß gemacht, es war früher Abend und wir waren

sauergekocht.

Die Qualität der Hütte und der Service waren alles andere als top. Wir wurden ohne mit der Wimper zu zucken, abgezogt, der kleine Klaus und Erwin waren richtig böse. Der einzige Lichtblick war, unsere Moppel konnten wir in eine Scheune unterstellen, zum Vorteil,

wie sich am nächsten Tag rausstellen sollte, denn in der Nacht fing es an zu schütten, was der Himmel hergab .

 

Tagesstrecke:  245,5 Km

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14.09.

 

Der Plan war, durch den Schwarzwald und dann mit zwei Zwischenübernachtungen Richtung Heimat .Aber wolkenbruchartige Regen -fälle haben zur Kursänderung geführt.

 

Nach dem Frühstück wurde alles in der Scheune Wasserdicht verpackt , auch wir haben uns präpariert und sind mit Wut im Bauch

über die schlechte Unterkunft, im dicken Regen losgefahren .

In einem Rutsch, aber mit Pausen, über die (A81), Richtung Norden, Stuttgart, Würzburg (A7), Fulda, Kassel (A44), Bad Wünneberg (A33), Bielefeld (A2), nach Herford.

Wir Drei waren heilfroh, das wir am 14.09. abends wieder daheim waren und die Regenpassage gesund und knitterfrei überstanden hatten.

  

      Tagesstrecke:  725,0 Km

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    Gesamtstrecke:  3.085 Km  

 

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