Lausitz Rundfahrt 2016

 

Klaus (gr.)

Erwin

Klaus (kl.)

Donnerstag, 02.06.2016

 

Die Idee, diese Fahrt durch zuführen, kam vom Klaus(kl.), der Anlass: Das Valtental-Motorrad-Treffen in Neukirch / Lausitz, ein riesiges Spektakel in dieser Gegend, aber davon später.

 

Morgens um 9:00h fuhren wir Drei vom Treffpunkt Tanke am Ostwestfalen-Damm ab. Das Wetter war vielversprechend, nach den langen Regentagen zuvor. Über Lemgo, Bad Pyrmound auf die B240/B64 nach Eschershausen, Bad Gandersheim, B243 bis Nordhausen.

 

Zwischen Eschershausen und Nordhausen bekamen wir eins auf die Mütze. Auf dieser Strecke erlebten wir unser blaues Wunder, alles war dabei: Starkregen, Hagel Gewittersturm und das vom Extremsten. Keine Möglichkeit zum Unterstellen, wir wurden gewaschen nach Strisch u. Faden. Erst auf der A38 hinter Nordhausen hörte das auf, wir steuerten die erste Raststätte an und leckten unsere Wunden. Erwin hatte den rechten Stiefel, der Kleine den linken Stiefel voll Wasser und der Große war naß bis zum Bauchnabel.

 

Nach längerer Pause ging´s weiter A38, A14, A4, zwischen Leipzig und Dresden gab´s einen Stau, den wir aber in der Notgasse ca. 3 Km überwanden, bis zur Stelle des Geschähens. Mehrere Fahrzeuge waren am Unfall beteiligt, Feuerwehren, Rettungswagen und ein Hub-schrauber waren vor Ort. Nach ca. 75 Min. gab die Polizei eine Fahrbahn frei, da wir ganz vorn standen konnten wir gleich weiter. Bis zum Ziel, in die Pension in Neukirch hatten wir noch ca. 80 Km, die dann zügig bewältigt wurden. Das Wetter war unterdessen regenfrei, sonnig und warm.

 

In der Pension erstmal duschen und sammeln, biertrinken und das private Tiergehege mit Esel, Ponny, Lama und vieles andere Getier bestaunen. Später machten wir uns auf den Weg zur Gaststätte, ca. 20 Min. Fussweg, der nach der langen Fahrt gut tat. Leider war die Küche geschlossen, eine unfreundliche Bedienung empfahl uns in der Töpfer Klause unser Glück zu versuchen. Dort bekamen wir warmes Essen vom feinsten. Der Tag klang mit einigen Bieren aus und wir fielen ins Bett und Tiefschlaf. 

 

                                           Tagesstrecke: 535 Km                                                 

                                                                                                                                                                                              

Freitag, 03.06.16

 

Nach dem Frühstück fuhren wir nach Bautzen, ins Zentrum. Das Verkehrsgewühl war enorm, irgendwo stellten wir die Moppel ab, zogen Parkscheine ( 2Std.) 1,50 € und machten uns auf, Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Die Altstadt, mit ihren historischen Bauten ist wirklich ein Besuch wert.

     

        links: Dom , mitte: Reichenturm , rechts: Museum

 

Auf dem Marktplatz wurde eine Freilichtbühne augebaut, Erwin fragte ob das Stück "Räuber Hotzenplotz" gespielt wird, er fing sich eine Bemerkung ein, die passend zu seiner Frage war. Der Rundgang führte uns noch zu anderen Sehenswürdigkeiten, sie hier zu erwähnen würde den Rahmen sprengen. Nach der Erholungspause gingen wir dann direkt zum Parkplatz, denn die 2 Stunden waren fast abgelaufen.

 

Als nächstes Ziel besuchten wir den Spree-Stausee vor den Toren von Bautzen. Ein Stausee von ungeheurer Größe, landschaftlich reizvoll, riesige kostenlose Parkmöglichkeiten ein Naherholungsgebiet, erste Sahne, nur keiner da.

 

Ein Pensionsgast erzählte uns beim Frühstück das der Besuch des Braunkohleabbaugebiets lohnenswert ist, also machten wir uns vom Spree-Stausee auf den Weg in Richtung Niesky, an der Grenze zu Tschechien. Die Landschaft die wir passierte ist traumhaft schön und einsam. Gut ausgebaute Pisten , kaum Verkehr, nach ca. 90 Km Fahrt hatten wir das Ziel immer noch nicht erreicht, trotz mehrmaligen Nachfragen bei der Bevölkerung, schickte man uns kreuz u. quer in der Gegend umher. Letzt endlich hatten wir die Faxen dicke, machten Pause, drehten um und fuhren auf einen anderen Weg zurück zur Pension. Es war schon später Nachmittag als wir nach ca. 210 Km Fahrt dort ankamen.

 

Wieder in  der Pension angekommen, zogen wir uns um und gingen zu Fuß zum Festplatz, wo unterdessen die Vorbereitungen liefen, für das Event, das am Abend begann. Auch auf den Zeltplatz war reges Treiben der angereisten Teilnehmer. Viele uns unbekannte Kennzeichen waren unter denen aus Bautzen und Umgebung, auch ein Pärchen aus Paderborn war darunter.

Die Bierstände waren schon in betrieb, das heimische Bier war gut und Preiswert: 0,5 l / 2,50; wo gibt es noch so etwas. Der Tag klang aus mit dem Besuch des Restaurant vom Vortag, der anschließende Fußweg zum Festplatz dauerte ca. 25 Min. und die Vorfreude auf´s Bier trieb uns an, denn dort war schon richtig was los. Bis spät in die Nacht hörten wir die Musik und Motorengeräuche in der Pension.

 

 

                

                                                                                   

Samstag, 04.06.16

 

Den Samstagvormittag verbummelte wir mit Nichtstun auf dem Pensionsgelände, denn um 13:00h startete die Rundfahrt, an der wir teilnehmen wollten. Pünktlich reiten wir uns im großen Pulk von 375 gemeldeten Moppel ein. Es war alles dabei, was Räder hatte:Trikes, Quads, Seitenwagen-, Renn-, Tourenmaschine aller Klassen. Dann setzte sich die Führungstruppe in Bewegung und der Tross folgte, Es war ein imposantes Bild, Menschen standen auf Brücken, Straßen auf freien Plätzen winkten und filmten mit allem was geeignet war. Weit und breit war keine Polizei zusehen, denn die Veranstalter sorgten selbst für den reibungslose Ablauf der Veranstaltung. Kreuzungen, Einmündungen, Ampelreglungen wurden ausser Kraft gesezt, von Ehrenamtlichen Clubmitgliedern auf ihren Maschinen, die immer voraus fuhren und alles abblockten, denn es wurde zügig gefahren. Keiner der betroffenen Verkehrteilnehmer wurde beim warten ungeduldig, wäre bei uns nicht möglich. Distanz der Rundfahrt: 74 Km, Zeit: 87 Min.

 

Nach der Rundfahrt ging schon richtig die Post ab, Geschicklichkeitsspiele, wie "Schnapp die mit Senf eingeschmierte Wust" mit dem Mund, vom fahrendem Moppel und andere Nickelichkeiten. Essen und Trinken gab es genug, also verzichteten wir auf den Besuch der Gaststätte. Klaus (gr.) , Klaus (kl.) trugen sich in die Liste der ältesten Teilnehmer ein, Erwin in die Liste der am weitesten Angereisten. Kurz vor Mitternacht war klar wer der älteste Teilnehmer war. Klaus(gr.) mit 79 Jahren, Erwin der weiteste mit 539 Km, beide bekamen einen Keramikpokal, der Kleine bekam den Trostpreis als zweit Ältester. Nach Mitternacht begann dann die "Nackedei Parade", die aber von uns nicht mehr von Interesse war, scheußliche Models.

          

Sonnstag, 05.06.16

 

Das heutige Ziel war das "Zittauer Gebirge", auf der B98 Oppach, B96 Ebersbach, Eibau, bis kurz vor Zittau. dann rechts auf guten Pisten Großschönau, Olbersdorf, Jonsdorf nach "Oybin".

 

Ein Bergdorf von besonderer Art mit Parkanlagen und Teichen, Felsen ringsrum und kleinen Imbisgelegenheiten und Geschäfte. Die Moppel stellten wir auf einen Sammel-parkplatz ab, suchten uns einen Imbiss und genossen den Sonnenschein. Die Suppen die wir aßen (Solyanka) schmeckten seltsam, Erwin, der des öfteren diese Suppen aß, bemerkte; reichlich Tomatenmark drin.

Nach dem anschließenden Rundgang gingen wir wieder auf die Strecke über kleinen Strassen kreuz u. quer durch die Berge. Erwin wollte unbedingt über die Grenze nach Tschechien, das wurde vom Klaus(gr.) aus persönlichen Gründen vehement abgelehnt, der Kleine hatte auch keine große Lust auf Abenteuer.

Zurück zur Pension, fast die gleiche Strecke mit einigen Änderungen, die das Navi anzeigte. Insgesamt spulten wir ca. 235 Km runter.

Später gingen wir nochmals zum Festplatz, die Zeltreihen haben sich gelichtet, das Schwein am Spieß hatte merklich abgenommen. Der Rest des Tages wurde mit Essen, Trinken und Klönen verbracht, man hatte so einige Moppelfahrer kennengelernt.

Alles in Allem war es ein gelungenes Event.

 

Montag, 06.06.16

 

Am letzten Tag wollten wir es nochmals versuchen, den nicht gefundenen Stausee doch zu finden. Wieder durch´s morgendliche Verkehrs-gewusel Bautzen. Die Strecke dorthin kannten wir schon, nur fuhren wir auf das Kraftwerk Boxberg zu und erhofften dort bessere Info´s zubekommen, wo der Staussee ist. Leider gefehlt nach der Wegbeschreibung, landeten wir im Findlingsgarten der Fima Vattenfall.

Eintritt 5 €/pP, zusehen ein rekultiviertes Gelände, Teiche, Hügel aus Sand, Steinen, Findlinge aus der Region, Skandinavien u. aller Herren Länder. Ein riesiges Arial neu bepfanzt und mit Bäumen aufgeforstet. In der Mitte ein Hügel mit Obelisk, sorbischer Ursprung, schön anzusehen. Wir waren maßlos enttäuscht.

 

                

 

Also, runter vom Hügel, ins Freiluft Restaurant, Pause gemacht, den Rückweg in den TomTom eingegeben und auf den Weg gemacht.

 

Tagesstrecke: 235 Km

 

Auf dem Festplatz ist Ruhe eingekehrt, die beim Auf-, Abbau helfen können die Reste von Essen und Trinken verzehren. wir haben uns von den Offiziellen verabschiedet und bedankt für die freundliche Aufnahme, die uns ihrerseits eine gute Heimfahrt wünschten.

 

Dienstag, 07.06.16 (Rückreise)

 

Nachdem Frühstück, zahlen, Klotten packen und ab durch die Mitte, das Wetter war offen und die Fahrt zur A4 ging zügig. Die ersten Kilometer auf der A4 liefen ebenfalls zügig, aber dann!! Riesiger Stau durch Unfall, mit allem drum und dran, kurz vor Dresden, dem Abzeig zur A13. Der gesammte Verkehr wurde umgeleitet. An der nächsten Abfahrt verließen wir die A13, programierten den Navi neu und fuhren im weiten Bogen auf Nebenstrecken über Meissen, nach Nossen-Ost, wo wir auf die A14 gelangten. Dieser Weiträumige Umweg hat uns viel Zeit und Nerven gekostet. Von dort an verlief die Weiterfahrt bis Nordhausen störungsfrei.

Die B242 durch den Harz bis Bad Gandersheim ist eine tolle Strecke, abwechslungsreich und zügig zu befahren. In Bad Grund wurde nochmals eine Pause eingelegt und Energie getankt, für die Reststrecke nach Hause. Ab Eschershausen verdunkelte sich wieder der Himmel und vor Lemgo begann es zu tröpfeln. Der Regen wurde stärker, aber wir fuhren weiter ohne Regenzeug. Erwin muste nach Bielefeld und wurde noch richtig gewaschen. Alle Drei kamen ohne Probleme gesund nach 1.600 Km in die heimatlichen Garagen.

 

Die einhellige Meinung der Drei Teilnehmer an dieser anstrengenden Fahrt: Sie war Spitze.

 

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