20. Mai 2018

Tag 3 Klaipeda – Marijampolé 376 km

Nach einer ruhigen und erholsamen (weil Einzelzimmer) Nacht, erschien jeder gut gelaunt beim frühen und reichhaltigen Frühstück im Hotel. An diesem Sonntag fand auch der jährliche Marathonlauf in Klaipeda statt, dessen Start direkt hinter dem Hotel lag. Somit waren einige Straßen gesperrt, man erreicht dann doch die Fähre rüber nach Smiltyné auf die kurische Nehrung. Die Fähren fahren 24 Std., sodass kaum Wartezeit auftrat und jeder war gespannt auf die knapp 50 km nach Nida, dem touristischen Zentrum.

Auf der Fähre wurden die Truppe noch von einem äußerst freundlichen Kleinbusfahrer angesprochen, der einige gute Tipps auch für die Weiterfahrt parat hatte. Somit war man nach kurzer Zeit auf der Nehrung und freute sich auf die bevorstehende Fahrt, aber nach knapp 1 km wurde man erst einmal wieder gestoppt und der Eintritt zum Nationalpark war fällig, die 5 Euro pro Motorrad, egal wann, sind ok, aber für Autos zahlt man auch nicht mehr außerhalb der Saison, während der Saison sind dann für Autos gleich 20 Euro fällig, das ist schon eine Ansage. Die Fahrt verlief danach ungestört über eine recht gute Straße inmitten von Wald, teilweise leicht urwaldartig, aber leider konnte man immer nur kurz das Binnengewässer sehen. In Nida angekommen traf man auch wieder auf die beiden Nordlichter, die ja eine frühere Fähre genommen hatten und bereits die russische Grenze besucht hatten. Nach kurzen Blick auf die gemachten Fotos und die Aussage, dass es sich nicht lohnen würde, entschied man in Nida zu bleiben und dort eine Pause zu machen. Auf die 50 m hohe Düne ist aber keiner aufgestiegen, es ist mit Motorrad Klamotten in vollem Sonnenschein auch nicht unbedingt ratsam. Es war aber aufgrund des frühen Termins urlaubsmäßig noch nicht viel los, somit konnte man sich gut umschauen. Ein sehr hübscher Platz für einen ruhigen Urlaub, aber man wollte ja auch noch weiter an diesem Tag. Auf dem Rückweg wurde natürlich einmal noch auf einem Parkplatz angehalten und der Ostsee ein Besuch abgestattet. Kilometerlanger Strand laden im Sommer auf jeden Fall zum Baden ein. In einem zweiten Dorf (Juodkrante) wurde ebenfalls noch kurz gestoppt und danach ging es wieder zurück mit der Fähre in Richtung Kaunas/Marijampolé.

Kein Verkehr, gute Straßen auf dem Weg nach Siluté, wo Gunnar erst einmal direkt an die russische Grenze fahren wollte, welche sich direkt auf der anderen Seite eines Nebenarms der Memel befinden sollte. Man war zwar vor Ort, aber viel gab es nicht zu sehen, sodass man erst einmal zum Mittagessen im lokalen Hotel (ein Tipp des Busfahrers) einkehrte. Sehr lecker, unglaublich preiswert, leider aber eine recht lange Wartezeit, man war wohl nicht auf den Ansturm von 6 Mopedfahrern vorbereitet und die Bedienung schien ebenfalls überfordert. Aber nach der Stärkung ging es quer durch Litauen auf der 141 in Richtung Jurbakas. Bei einem Tankstopp verabschiedeten sich Gunnar und Frank, die sich weiter auf den Weg nach Kaunas machen wollten.

Hier noch eine Nachricht für Gunnar und Frank:

Jungs, es war sehr schön mit euch, wir hoffen, ihr hattet eine gute Zeit und seit auch heil wieder nach Deutschland gekommen. Solltet ihr mal in unsere Gegend kommen, meldet euch kurz per Mail oder Telefon! Wir fahren dann mal gemeinsam in unserer schönen Gegend, versprochen.

Der weitere Weg nach Marijampolé verlief über gute Straßen recht unspektakulär, lediglich das Hotel war nicht so einfach zu finden. Es war aber ein sehr nettes Hotel, direkt am See, vollkommen ruhig mit lecker Abendessen und bei einem guten Bier auf der Terrasse konnte man den Abend locker im Schein der untergehenden Sonne beenden.

Nehrung 1   Nehrung 2Nehrung 3Nehrung 4  Nehrung 5 Nehrung 6 Nehrung 7Nehrung 8MittagessenHotel Vingis 1Hotel Vingis 4

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