Rhön - Hofbieber 2012

Dirk

Carsten

Rüdiger

Klaus (gr)

Klaus (kl)

Gerd

 

Reisebericht Rhön vom 17.-20.Juni 2012

Anreise:

Das Ziel unserer diesjährigen Tour 2012 war die Rhön, wo ja jeder behauptet, „Schöner als die Rhön ist nur ein Rhöner!". Na ja, das wollen wir mal auch nach der Tour unkommentiert lassen.

Das Hotel Biebertal in Hofbieber hatte Dirk wie immer schon längere Zeit klargemacht, er musste aber auch dieses Mal mit einigen kurzfristigen Ausfällen kämpfen, da Alfred, Erwin (wegen Unfall), Peter (wegen Krankheit) und Carsten (wegen Arbeit) relativ kurzfristig abgesagt haben. Glücklicherweise konnte Carsten am Freitag noch nachkommen, aber die Truppe am Donnerstag war schon wirklich recht übersichtlich.

Los ging’s wie üblich ab Herford, Engerstrasse. Um 10:00 Uhr starteten wir angeführt von Dirk, der die Hin-/und Rückfahrt sowie die Touren in der Rhön wieder geplant hatte, Richtung Rhön. Die Fahrt ging zügig bei gutem Wetter über Brakel, Marburg, Wolfhagen direkt nach Fritzlar, wo wir in der Pizzeria „La Trattoria" erst mal ein opulentes Mittagsmahl einnehmen mussten.

Gut gestärkt ging’s weiter durch den Knüllwald, der sich als erstklassiges Motorradgebiet mit supertoller Landschaft entpuppte. Als kleines Schmankerl stand natürlich auch die Barockstadt Fulda auf dem Programm, es war zwar wenig Verkehr, aber von der Stadt hat man leider auch nicht wirklich viel gesehen. Somit waren wir pünktlich um 17:00 im Hotel, wo nach Auspacken und Dusche dem Weizenbier redlich zugesprochen wurde.

Freitag:

Ziel unserer Tour für diesen Tag war die eine Rundtour durch die West- Rhön bis runter nach Bayern und wieder zurück. Bei bitterkaltem, teils Sturmstärke erreichendem Wind standen wir erst einmal auf der Wasserkuppe und fragten uns, was um aller Welt wir dort machen und warum so viele Modellbauflieger in einem Wind fliegen, der die Modelle beim allerkleinsten Fehler sofort auseinanderfetzt. Aber sie müssen’s ja wissen. Wir jedenfalls waren froh, als wir vom auch langsam feucht werdenden Gipfel wieder wegfuhren gen etwas wärmere Gefilde.

     

 

Über Bad Brückenau sollte es eigentlich in Richtung Hammelburg, Bad Kissingen gehen, aber irgendwie hatten wir uns dann in der Gegend um Jossa, auch bedingt durch eine Straßensperre auf der ausgearbeiteten Tour so verfranzt, dass wir kurzerhand etwas querfeldein abkürzten auf die Hauptstrasse, um in Richtung Tann zu fahren. In Fladungen im fränkischen Freilandmuseum hatten wir dann noch Gelegenheit in einem typischen bajuwarischen Biergarten mit typisch bayerischer Bedienung eine gute Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen zu bekommen. Weiter ging’s nach Tann auf wirklich super Straßen, um dort direkt vorm Rathaus noch ein Nachmittagseis zu schlabbern.

Zurück im Hotel trafen wir dann schon auf einen weizenbiertrinkenden Carsten, der es sich bereits im Biergarten vor dem Hotel gemütlich gemacht hatte. Kurzerhand wurde unter die Dusche gesprungen, um ebenfalls Essen und Trinken mehr oder weniger zuzusprechen.

Samstag:

An diesem Tage, der Wetterbericht hatte wieder gutes Wetter versprochen (zumindest trocken), wollten wir in Richtung Eisenach, Thüringen die Rhön erkunden. Dirk hatte sich wieder eine Strecke ausgesucht und voller Tatendrang starteten wir nach dem wirklich reichhaltigen Frühstück. Es ging wieder über kleine und noch kleinere Straßen in Richtung Stadtlengsfeld. Dabei wurde natürlich am berühmten „Point Alpha" zwischen Geisa und Rasdorf eine kurze Rast eingelegt, wo man sich direkt auf geschichtsträchtigem Boden befand und die ehemalige Grenze der beiden deutschen Republiken noch einmal eindrucksvoll dargestellt wurde. Eine durchaus lohnenswerter Abstecher, der von den zahlreichen Busreisenden und Motorradfahrern scheinbar genauso gesehen wurde.

 Aber auch an diesem Tag zeigte sich der Gott der navigatorischen Routenplanung nicht so freundlich wie angenommen, so dass ebenfalls eine Bundesstraße den direkten Weg nach Eisenach einfacher machen musste. Allerdings war die B84 eine super ausgebaute, mit feinsten Kurven versehene, nicht zu volle Straße, die allen ein breites Grinsen unter den Helm trieb, und somit den Weg direkt an den Fuß der Wartburg deutlich beschleunigte. Da wir ja schon mal auf der Wartburg bei einer früheren Tour gewesen sind, und es außerdem recht warm und gerade Mittagszeit war, beschlossen wir, erst einmal etwas zu essen und trinken zu bekommen. An einer Tankstelle hatte man uns zwar etwas empfohlen nach dem Motto „nett, thüringisch und preiswert", die hatten aber leider zu. Somit fuhren wir Klaus (gr.) hinterher, der einen Autofahrer nach einem lokalen Tipp gefragt hatte. Einfach war es nicht, aber durch Zufall sahen wir direkt an der Autobahnausfahrt ein Schild und über eine schlimme Rumpelstrecke kamen wir tatsächlich zu einem Wohnhaus mit Gastronomiebetrieb, um es mal so auszudrücken. Aber das Essen war gut, es war mehr als preiswert und der Ausblick direkt auf Eisenach entschädigte für alles.

 

Die Strecke zurück bei schönstem Wetter ging wieder mitten durch die Rhön in Richtung Meiningen und danach quer durch über Hilders in Richtung Hofbieber, wo uns der Wirt schon für den Samstag ein „outdoor barbecue" in Aussicht gestellt hatte, welches die ebenfalls anwesende Motorradgruppe aus dem Vogtland schon vorbestellt hatte. Erstaunlicherweise konnte sich unsere Truppe nicht so wirklich einigen, so dass sowohl draußen als auch drinnen im Restaurant gespeist wurde. Beim anschließendem UEFA CUP Finale zwischen FC Bayern und FC Chelsea war man aber doch wieder vereint dabei, auch wenn draußen das beste Wetter zum Sitzen und Biertrinken einlud.

Sonntag:

Traumhaftes Wetter und Motorradfahren – Herz, was willst du mehr?

Erwähnenswert ist noch, das Rüdiger, Klaus (beide) und Dirk tatsächlich noch in einen Regenguss (der einzige der gesamten Tour!) zwischen Diemelstadt und Paderborn gekommen sind. Gerd und Carsten sind schon in Melsungen auf die A7 gefahren und waren dementsprechend schon zu Hause und vom Regenguss verschont worden .

Ein Fazit: 1.500 km über tolle Straßen in herrlicher Landschaft bei insgesamt recht gutem Wetter und schönem Hotel – was will man(n) mehr?

                     

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