´                                                                                                                                             Bad Bramstedt 2016

Tour Bad Bramstedt, die dritte

Dieses Jahr stand die Tour ganz im Rahmen der allseits bekannten Tatsache: Wo es schön war, fahr ruhig noch einmal wieder vorbei. Die einhellige Meinung war nach 2005 und 2007 noch einmal auf Bad Bramstedt mit dem bekannten Hotel Tanneneck gefallen. Somit trafen sich diesmal pünktlich am Treffpunkt eine ziemlich große Truppe, bestehend aus den beiden Kläusen, den beiden Dirks, Peter, Erwin, Sascha, Gerd und Rüdiger, um bei bestem Wetter gen Norden zu fahren. Eine Woche vorher hatte es noch geschneit, aber pünklich zum Wochenende war die Sonne pur angesagt - was für Aussichten.

 

Dirk hatte die Tour natürlich wieder über die Fähre Glückstadt - Wischhafen geplant und somit wurde flott über die B 239, Rahden, Sulingen der erste Stopp in Hoya angefahren, wo erst gemeinsam gut gefrühstückt wurde.

Danach ging es an Ottersberg, Zeven und Bremerförde direkt nach Stade, um an der Elbe direkt nach Wischhafen zu fahren. Hier war natürlich volles Haus angesagt, sowohl was die Autos, als auch die Motorräder betraf und nach einem Mittagessen im Land´s End konnte die Truppe auf die Fähre. Leider kam auf Grund des Andrangs die Truppe nicht geschlossen auf die Fähre, sodass sich die Weiterfahrt entsprechend verzögerte.

Aber letztendlich waren alle drüben und das kurze Endstück über Hohenfelde und Bokel konnte locker in Angriff genommen werden.

Angekommen im Hotel freute sich natürlich jeder über die heiße Dusche, das anschließende Abendessen wurde im hoteleigenem Schnitzelhaus dann zünftig mit einigen Bieren genossen.  (310 Km)

 

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der Ostsee, Dirk hatte sich eine Tour in Richtung Wismar überlegt, ähnlich einer, die schon einmal unter die Räder genommen wurde, aber natürlich nicht mit alle Mann. Nach gutem Frühstück und einer anschließenden kleinen Schnellverdauungs-Phase, wie es einige ausdrückten, konnte jeder sehen, wie gut und vor allem einsam die Strassen oben in Schleswig-Holstein denn sein konnten. Teilweise tolle Kurven, kleine Orte in Richtung Bad Segeberg, überall Seen am Wegesrand, so ging es direkt in Richtung Ostseestrand nach Scharbeutz. Hier wurde es natürlich trubelig und nach der Kurzpassage Strandalle mit ihren kleinen Millionenhäusern wurde natürlich Travemünde angesteuert, wo die Überfahrt mit der Priwall Fähre nach Meck-Pomm zum unabdingbaren Event einfach dazu gehört.

     

Es ist auch immer wieder ein Erlebnis, den Unterschied zu erfahren, wenn kurz nach der Ankunft in Meck-Pomm erst die Straßen Schotterwege ähneln, um sich dann zu supergut ausgebauten Strassen zu verändern, sobald man erst einmal aus dem Ort wieder raus ist. Über Pötenitz, Klütz ging es direkt am Traumstrand der Wohlenberger Wiek vorbei, um über Beckerwitz und Zierow nach Wismar zu fahren. Kurz vor Wismar meldete sich allerding Gerd und meinte, an seiner BMW sei leider die Kupplung defekt, der Hebel hatte keinen Widerstand mehr und er konnte somit kaum weiterfahren. Nach kurzer Überlegung wurde eine vor den Toren Wismars liegende Motorrad Werkstadt angefahren, wo sich ein hilfsbereiter Inhaber zwar kompetent um die BMW kümmerte, er aber letztendlich leider auch nicht helfen konnte, da scheinbar ein Teil defekt war, welches nur beim BMW Händler vorrätig sein konnte. Somit wurde die Tour abgebrochen, da Gerd auch nur über die Autobahn zurück fahren konnte, um die Batterie wieder aufzuladen. Die Gruppe teile sich, einige fuhren über die Landstraße zurück zum Hotel, der Rest zur Sicherheit mit Gerd über die Autobahn. Nach 330 km waren alle wieder im Hotel beisammen und einigten sich, an diesem Abend den (fast) nahegelegenen Italiener einen Besuch abzustatten. Unterwegs kam Carsten, der an diesem Tag noch gearbeitet hatte, passend an, er entschied sich aber für einen Abend im Hotel. Der Rest speiste vorzüglich und lecker beim Italiener, der anschließende Fußmarsch machte Durst fürs Hotelbier.

 

An diesem Tag sollte das Ziel der Nord-Ostee Kanal mit Laboe auf dem Programm stehen, nach dem Frühstück wurde Gerd zur Autobahn geleitet, damit er mit seinem defekten Moppel direkt zuück nach Hause fahren konnte – absolut schade, und das bei ner BMW... Wie immer ging es erst in Richtung Nordsee, um hinter Itzehoe das erste Highlight des Tages zu bestaunen – der Metalturm des Festivalgeländes Wacken, man mag sich nicht vorstellen, was in diesem kleinen Örtchen zu dem Wochenende alles los ist. Dann wurde der NOK erreicht, nach einer kurzen Kaffeepause an der Fähre Breiholz ging es dann direkt am Kanal immer in Richtung Rendsburg. In Rendsburg konnte der Kanal leider nicht über die in Reparatur befindliche Schwebefähre überquert werden, somit wurde die offizielle Fähre Schacht Audorf genommen. Hier zeigt sich das Glück mal von seiner richtig guten Seite, denn während auf die Überfahrt gewartet wurde, schob sich langsam die MS Astor mit ihren 176 Meter Länge auf dem Weg von Sassnitz nach Hamburg direkt vor der Fähre vorbei. Ein toller Anblick eines Kreuzfahrers. Doch es sollte auch nicht der einzige Anblick eines Kreuzfahrers bleiben, denn nach einem Abstecher am Ahrendsee und nordöstlicher Westensee vorbei fuhr man zügig in Richtung Kiel, wo vorher noch einmal kurz Mittagessen in einem netten Restaurant gegessen wurde. Danach ging es direkt durch Kiel, an den Werften und am Norwegenkai (leider viel zu schnell) und durch das Tal der Schwentine in Richtung Laboe. Hier konnte man am Strand schon wieder die ersten Sonnenanbeter bewundern, und Erwin und Sascha ließen es sich nicht nehmen, eine Runde durch das UBoot U 995 mitzumachen. Der Rest genoss einfach das gute Wetter und den Strand.

Leider war die Zeit zu kurz, um auch noch dem Marine Ehrenmal einen Besuch abzustatten, der Rückweg sollte ja schließlich auch noch am gleichen Tag von statten gehen. Somit setzte sich die Truppe über Prasdorf, am Prassader und Dobersdorfer See vorbei in Richtung Plön über Preetz in Bewegung. Direkt am großen Plöner See steuerte Dirk noch einen Motorrad Treffpunkt an, um noch den obligatorischen Nachmittagskaffe zu trinken. Hier teilte sich allerdings die Truppe, da unsere 3 Sportfahrer den schnellen Weg zum Hotel suchten. Der Rest fuhr somit nach der Pause noch eine wunderschöne Strecke, quasi allein quer durch mit teilweise traumhaften Kurven an Boostedt vorbei direkt zum Hotel, wo nach 290 km noch einmal genüsslich zu Abend gespeist wurde.

   

 

Der Rückweg am nächsten Morgen wurde kurz und bündig erledigt, den Schreiber dieser Zeilen hatte in der Nacht ein Virus erwischt, demzufolge verlief die Rückfahrt mit Fieber nicht allzu prickelnd. Autobahn, Elbtunnel, Tostedt, Rotenburg an der Wümme, Verden an der Aller, Nienburg, Bad Oeyhnhausen und Herford lautete die nüchterne Streckenführung (260 km).

Fazit: Dieses war die dritte und letzte Fahrt nach Bad Bramstedt und das Wetter hat diesmal alles wieder gutgemacht, was es uns in den Jahren zuvor dort alles angetan hat. Insofern werden wir Bad Bramstedt nach 1190 km Fahrt doch noch in guter Erinnerung behalten!