Rundfahrt Thüringer Wald 2010               

 

 Donnerstag, den 13.05.2010

Ziel für unsere diesjährige mehrtägige Tour war diesmal der Thüringer Wald, wir wollten doch mal schauen, was sich seit 2004 alles so getan hat. Die Truppe, bestehend aus Alfred, Erwin, Klaus (gr.), Klaus (kl.), Carsten, Dirk, Peter, Rüdiger und Gerd traf sich morgens unter denkbar ungünstigen Witterungsbedingungen an der Tanke. Es regnete, zwar leicht, aber beständig, und war ganz schön kalt. Trotzdem und frohen Mutes starteten wir um 8:30 in Richtung Neuhaus am Rennweg. Dirk hatte wie so oft die Strecke hervorragend ausgearbeitet und führte uns an. Er führte uns über Lemgo, Höxter in Richtung Hann. Münden. Irgendwann auf diesem Teilstück hörte es auf zu regnen, somit stieg die Stimmung auch gleich wieder an. Es ging weiter über Witzenhausen, Eschwege, Mühlhausen, Bad Langensalza, Gotha, Ilmenau, Katzhütte, um nur einige Orte zu nennen, nach Neuhaus am Rennweg. Unterwegs wurden natürlich Aufwärm-/ Tank-/ und Esspausen eingelegt so das wir gegen 17:00 am Hotel angekommen waren.

Nachdem wir die Zimmer von unserem sehr freundlichen Wirt zugeteilt bekommen hatten, die Moppels mit einiger Mühe im Trockenen standen, wir unter einer warmen Dusche die Kälte erfolgreich vertrieben haben, ließen wir den Tag bei einem hervorragenden Abendessen und einigen Getränken ruhig ausklingen.

 

Freitag, den 14.05.2010

Nach dem Frühstück, bei dem wir uns reichlich am Büffet bedienen konnten, wollten wir eine Tour von ca. 320 km Länge durch den Thüringer Wald unter die Räder nehmen. Das Wetter war gar nicht so schlecht, ein bisschen kalt aber trocken. Gegen 9:00 setzten wir uns frohen Mutes in Bewegung. Über die B 281 ging es Richtung Eisfeld und von dort über wunderbar geteerte sehr kurvenreiche Strecken nach Suhl. In Suhl angekommen stellten wir unsere Zweiräder auf dem Platz der deutschen Einheit ab, erkundeten ein wenig die Innenstadt und ließen uns in einem Cafe den Kaffee und Kuchen gut schmecken, wobei natürlich auch die weltbekannten Thüringer Bratwürste bei dem ein oder anderen mit durch den Magen gehen mussten.

Nach der wohlverdienten Pause fuhren wir weiter auf unserer Rundtour. Durch Schmalkalden, vorbei an den Trusetaler Wasserfällen (die wahrscheinlich kaum jemand mitbekommen hat), ging es über kurvige Straßen erst mal nach ganz oben – den großen Inselberg, mit 916,5m einer der höchsten Berge in Thüringen.

Mittlerweile war der Nachmittag angebrochen und die Wolken am Himmel wurden immer dunkler. Und wie es kommen musste es fing an zu regnen. Somit ging es stracks weiter nach Oberhof, dem eigentlichen Ziel des Tages, um wenigstens die weltbekannten Sprungschanzen am Kanzelsgrund aus der Nähe zu sehen. Wirklich beeindruckend und, wie manche meinten, keine schöne Idee, sich da runter zu stürzen.

Lag da doch verdammt noch mal etwas Schnee herum??? Glücklicherweise Kunstschnee, obwohl es uns bei 5°C Außentemperatur nicht gewundert hätte...

Wir fanden in einer kleinen Stadt ein kleines schönes Café indem wir bei Kaffee und Kuchen hofften, dass der Regen bald wieder aufhören würde. Weit gefehlt. Also hieß es Klamotten wieder an und los. Inzwischen hatten wir beschlossen die Rundtour abzubrechen und zum Hotel zurückzukehren. Wir hatten aber trotzdem noch ca. 60-70 km vor uns, die wir bei regennassen Straßen sehr vorsichtig angingen. Trotzdem zeigt es sich, dass der Thüringer Wald mit seinen Strecken und Strassen immer wieder eine Reise wert ist.  Im Hotel angekommen mussten einige Sachen an der Heizung getrocknet werden. Anschließend gab es Abendessen. Für fast alle ganz leckeren Fisch (mal 1 Teller, mal 2). Nach etlichen Anekdoten von Früher gingen wir schlafen in der Hoffnung am Samstag wird das Wetter besser. 

 

Samstag, den 15.05.2010

Nach dem Aufstehen mussten wir leider feststellen dass das Wetter überhaupt nicht mitspielen wollte. Es regnete. Tiefste Verzweiflung.

Das bedeutete wir konnten uns in aller Ruhe an dem reichhaltigen Frühstücksbüffet bedienen und uns überlegen was wir an diesem Tag unternehmen wollten. Letztendlich beschlossen wir nach einer längeren Wartezeit doch mit unseren Zweirädern etwas zu unternehmen. Wir fuhren nach Frauenwald um an einer Besichtigung des ehemaligen Stasi- Führungsbunker für das Gebiet Suhl teilzunehmen.

Der Weg von der geteerten Straße bis zum Parkplatz war einfach genial, nasse rote Erde, anschließend war die Farbe unserer Zweiräder nicht mehr wieder zu erkennen.

Die Besichtigung war sehr interessant, es ist unglaublich, was die dort alles gesammelt haben, inklusive der original Stasimitarbeiter, die im zackigen Befehlston die Führung durchzogen. Der Regen hatte auf dem Weg nach Frauenwald aufgehört also fuhren wir vom Bunker aus weiter durch den Thüringer Wald Richtung Ilmenau. Dort angekommen machten wir Rast um uns zu stärken. Auf dem Rückweg zum Hotel über Königsee, an der beeindruckenden Schwarzburg vorbei, sowie einem kleinen Abstecher zur Oberweißbacher Bergbahn fanden wir eine Tankstelle mit einem SB-Waschplatz an dem wir alle unsere Räder mit einem Hochdruckreiniger wieder zu ein wenig Glanz verhalfen. Der Hotelier hatte für diesen Tag ein Bikertreffen organisiert und außerdem alte historische DDR-Fahrzeuge ausstellen lassen.

Schade, schade nur, dass das Wetter einfach nicht mitspielen wollte. Man hätte sich gar nicht vorstellen können, wie toll es bei richtig gutem Wetter mit einem süffigen dunklen Saalfelder Bier gewesen wäre. Zu Essen gab es Spanferkel und die berühmte Thüringer Bratwurst.

Wir haben alle gut zugelangt. Ab 20:00 schauten wir uns das Pokalendspiel im Fernsehen an. Nach dem Ende gingen alle mehr oder weniger zufrieden schlafen. 

 

Sonntag, den 16.05.2010

Nach dem Frühstück und dem bezahlen der Zimmer wurden die Klamotten verstaut und ordentlich festgezurrt. Dann machten wir uns auf den Ritt nach Hause. Das schönste an diesem Tag war - es regnete nicht. Je näher wir Richtung Heimat fuhren kam die Sonne immer mehr zum Vorschein. Der Wind war zwar sehr böig, aber wir kamen zügig voran. Eine Besonderheit sei noch am Rande erwähnt bis kurz vor zu Hause blieb die Truppe auf der Heimfahrt zusammen. Ein Teil fuhr noch zum Kaffeetrinken ins schöne Neuhaus im Solling zum leckeren Blaubeerkuchen, der Rest auf direktem Weg nach Hause. Am späten Nachmittag waren letztendlich alle wieder heile zu Hause angekommen. Gefahren sind wir an diesen 4 Tagen insgesamt nur 1100 Kilometer.

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