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Reisebericht Eifel v. 09.Mai - 12.Mai 2013

 

 

Anreise:

 

Die Mosel wollte mal wieder entdeckt werden in 2013, nachdem wir in 2001 das letzte Mal dort waren und sich bestimmt viel seitdem verändert haben sollte. Leider war die Truppe, bedingt durch Absagen, so klein wie nie zuvor, und Dirk hatte somit auch keinerlei Probleme, alle hinter sich zu lassen und vom Treffpunkt bei bewölktem Himmel und recht frischen Temperaturen die Vatertagstour 2013 einzuläuten.

Treffpunkt der „übrig gebliebenen“ war Engerstrasse, wo um 9:30 erst einmal das Navi im Autobahnmodus nach Rheda-Wiedenbrück lief, sodann ging es über Lippstadt, Meschede, Kirchhundem nach Siegen, wo eigentlich über Limburg das liebliche Lahntal auf dem Programm stehen sollte. Jedoch hat es nicht so richtig geklappt und nach Diez wurde Koblenz dann über die B54 erreicht. Weiter ging die Fahrt über Bassenheim, Ochtendung und Mayen, wo uns die ersten super Kurven schon auf das kommende Wochenende eingestimmt haben.

Das Wetter hielt sich Gott sie Dank einigermaßen, nur 2 kurze Schauer trübten den ansonst gut zu fahrenden Ankunftstag. Im "Waldhotel Kurfürst" wurden wir nett empfangen, die Mopeds in die geräumige Garage geparkt und nach einer ausgiebigen Dusche die ersten 370 km besprochen und mit einem Bierchen gespült.

Freitag:

Ziel unserer Tour für diesen Tag war die kleine Stadt Eupen in Belgien, die wir über das hohe Venn erreichen wollten. Das Wetter kündigte sich genauso wie der Donnerstag an, somit konnten die Regenklamotten die meiste Zeit in den Taschen verbleiben. Es wurde aber von Höhenmeter zu Höhenmeter immer kälter, doch davon etwas später. Erst einmal wurde vom Hotel natürlich der Nürburgring angefahren, wo wir eine genüssliche Pause machten und Dank einer preiswerten Schnupperkarte die auf der Rennstrecke dahin jagenden Porsche Carrera beim Training beobachten konnten. Die Erlebniswelt haben wir aber links liegen gelassen, da wäre dann doch etwas zu viel Zeit bei drauf gegangen.

 

Kaum weiter in Richtung Nationalpark Eifel hatten wir tragischerweise 2 holländische LKW und noch ein später hinzu gekommenes Wohnwagenanhängergespann vor uns, die sich leider auf der tollen, aber recht unübersichtlichen B258 nach Blankenheim nicht überholen ließen und für recht viel Zeitverzögerung sorgten. Auch das Wetter verschlechterte sich etwas, sodass nasse Strassen die Fahrfreude doch etwas eintrübte. Schließlich waren wir aber doch durch den Nationalpark Eifel (mit ohne Ende entgegenkommenden Motorradfahrern) durch und wollten über Monschau den Weg über das Hohe Venn nach Eupen antreten, um dort die fast legendären belgischen Fritten mit ihren vielfältigen und fremden Pommessaucen zu probieren. Tragischerweise war die Strasse aber wegen kompletter Sanierung gesperrt, aber Peter meinte, vielleicht kommt man ja mit dem Motorrad durch, bevor wir einen Riesenumweg hätten fahren müssen.

Gesagt, getan, nur einfach war es nicht. Glücklicherweise hatten die belgischen Strassenbauer wohl scheinbar auch einen Brückentag, denn sonst hätten wir bestimmt richtig Ärger bekommen. Aber schließ und endlich kamen wir in Eupen an, nur da es so spät war, wir lagen eigentlich fast 2 Std. hinter der Zeit, war die Fritüre schon geschlossen, aber mit viel Mühe und Kooperation der netten Bedienung kamen wir dann doch zu unseren Fritten mit Sauce. Der Rückweg über das hohe Venn gestaltete sich dann etwas einfacher, da wir eine andere Strasse genommen haben, nur es wurde da schon richtig kalt. Sowohl Peter als auch Dirk, die beide ihre warmen Pelze im Hotel gelassen hatten, frohren doch schon ganz gut. Der Rückweg zum Hotel wurde dann über schöne kurvige Strassen und zum Schluss über die Autobahn (wegen Zeit und Wetter) erledigt, wo am Abend wieder in netter Runde das Abendessen (diesmal hauptsächlich Fisch) mit einem schönen Moseltröpfchen eingenommen wurde.

Samstag:

Da die Wettervorhersage sich mittlerweile sehr stark mit dem Begriff der „Eisheiligen“ in seiner unerfreulichsten Art beschäftigt hatte, hatte die Truppe beschlossen, den Samstag zu einer ausführlichen Moseltour zu nutzen, um bei aufkommenden Regenschauern dann doch in den vielen kleinen Orten direkt an der Mosel schnell einen passenden Unterschlupf zu finden. Der Tag begann schon morgens früh mit dem gleichmäßigem Rauschen des Regens, welcher sich aber zum Frühstück Gott sei Dank schon wieder verzogen hatte. Somit starteten wir mit einem guten Gefühl, um leider ca. 1 km später ob eines heftigen Schauers kurzerhand unter dem schützenden Dach einer Kaisersescher Tankstelle erst einmal anzuhalten.

 

Hier erkundete Klaus erst einmal die Geheimnisse eines LKW Maut Automaten, Erwin pellte sich in seine Regenhaut und die anderen hofften auf schnelle Besserung des Wetter. Schließlich konnte aber doch gefahren werden, tragischerweise war die Strasse natürlich so nass, dass der Weg zur Mosel mit supertollen Kurven (Geheimtipp vom Wirt) nicht wirklich richtig schwungvoll zu fahren war. Aber egal, über Cochem ging es erst einmal nach Nehren, wo wir unbedingt unser „2001“ Hotel einen Besuch abstatten wollten. Klaus’s Befürchtung, es wäre bereits abgerissen, stellt sich zwar nicht als zutreffend heraus, aber der Zustand des Gebäudes hätte auch fast nicht schlimmer sein können. Scheinbar ist dort niemand mehr interessiert an einem Fortbestand des einstigen doch recht netten Gebäudes.

 

Somit spulten wir Kilometer um Kilometer die Moseluferstrasse ab, durch größere, kleine und noch kleinere Ortschaften, die alle etwas gemeinsam hatten – sie bestanden fast zu einem Drittel aus Weingüter, wirklich unfassbar, wie viele Leute sich dort dem Wein verschrieben haben. Unnötig zu erwähnen, dass außer uns noch tausend andere Motorradfahrer auf der Bundesstrasse unterwegs waren. Das Wetter spielte sogar zu einem guten Teil mit, eine gemütliche Pause wurde in einem kleinen Ort in der Nähe von Schweich mit einer sehr netten Bedienung eingelegt und danach war das Ziel Trier angesagt. Eigentlich hatte Dirk vor, noch kurz an Luxemburg vorbei nach Trier zu fahren, aber die über 100 km von Kaisersesch bis Schweich an der Mosel entlang waren doch sehr zeitaufwändig gewesen.

 

Kurz vor Trier holte uns dann doch noch das Wetter ein, wir hatten den Schauer bereits kommen sehen, entschieden uns daraufhin für Trier und hofften vor ihm bereits in Trier zu sein. Das war denn aber nix, da an einem Samstagnachmittag ziemlich viele Autos mitten in die Stadt wollten und somit einen längeren Stau auf dem Moselbrücke produzierten. Genau in diesem Augenblick kam dann der Regen, kurz, heftig und platziert.

 

In Trier angekommen war alles schon wieder vorbei, wir waren aber ziemlich nass. Egal, nachdem wir mit Hilfe einer freundlichen Triererin ein Ticket für unsere Mopeds vermeiden konnten (es gibt in Trier wirklich mind. 6 ausgewiesene Motorradparkplätze, man muss es nur wissen), begab sich die Truppe mitten in die wuselige Innenstadt bis hin zur Porta Negra und natürlich dem Dom. Der Himmel riss auf, die Sonne schien kurz, alles war gut, aber trotzdem musste uns ein kuzer Schauer dann den Nachmittagskaffee in der Fußgängerzone doch noch vermiesen. Das war dann aber auch der letzt des Tages, der Rückweg wurde kurzerhand fast komplett über die Autobahn abgespult, bis Dirk dann doch kurzerhand die letzten Kilometer bis zum Hotel von der Autobahn abfuhr und über wunderbare einsame Eifelstrassen die Truppe zurück ins Hotel führte.

Sonntag:

Diesmal sollte es klappen, dass hatte sich Dirk fest vorgenommen, der Rückweg sollte durch das Lahntal gehen und diesmal hat es auch geklappt. Von Kaisersesch die Mosel entlang bis Koblenz ist am frühen Sonntagvormittag einfach eine Wohltat zu fahren. Danach über Lahnstein ins Lahntal, wo auf einer Tankstelle der obligatorische Regenschauer abgewartet wurde, man sollte meinen, der liebe Gott ist kein Mottoradfahrer.

 

Trotzdem war die Fahrt durch das Lahntal wirklich super, erstens wegen des wenigen Verkehrs (nur viele Radfahrer mit blau gefrorenen Beinen, es war wirklich kalt) und der super Landschaft. Von Limburg ging es dann direkt nach Siegen und nachdem ein kurzer Mc D. Stopp für die nötigen Kalorien sorgte, weiter durch das Edertal in Richtung Frankenberg.

 

Tolle Strassen, es hätte aber einfach nur etwas wärmer sein können, zum Glück hielt das Wetter durch, je weiter wir nach Norden kamen, wurde es besser. Somit konnte am Edersee vorbei in Diemelstadt noch einmal an der Shelltanke die letzte Kaffeerast gemacht werden (Peter verabschiedete sich dort schon nach Hause), um den Rest über die Autobahn zu erledigen. Hier trennte man sich und jeder war froh, nach insgesamt ca. 1.400 km unfallfrei wieder zu Hause zu sein.

 

 

 

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